Skip to main content Skip to search Skip to main navigation

Lerntheke, Lernbuffet & Lernstraße in der Grundschule

Offene Unterrichtsformen wie die Lerntheke, das Lernbuffet und die Lernstraße helfen Ihnen als Lehrkräfte dabei, selbstständige Arbeitsphasen im Unterricht klar zu strukturieren und gleichzeitig die Differenzierung und Motivation zu stärken. Vor allem in heterogenen Klassen profitieren Kinder davon, wenn sie Aufgaben passend zu ihrem Lernstand bearbeiten können – entweder mit Wahlmöglichkeiten wie bei der Lerntheke und dem Lernbuffet oder mithilfe eines festen Lernwegs wie bei der Lernstraße. Besonders in einem offenen Klassenzimmer, wenn Kinder in ihrem eignen Tempo und mit unterschiedlichen Aufgabenformaten arbeiten, helfen die Lerntheke, das Lernbuffet und die Lernstraße eine klare Orientierung und ruhige Arbeitsphasen zu schaffen.

In diesem Beitrag erfahren Sie alles rund um die Lerntheke, das Lernbuffet und die Lernstraße, ihre Unterschiede, Einsatzideen und Tipps zu passenden Lehrmitteln für die Grundschule in den Klassen 3/4.

Kurz erklärt: Was ist was?

Der wichtigste Unterschied zwischen Lerntheke, Lernbuffet und Lernstraße: Wie viel Auswahl haben die Kinder und wie fest ist die Reihenfolge?

  • Lerntheke: Viele Aufgaben liegen bereit und die Kinder wählen, meistens innerhalb ihrer Vorgaben, die Reihenfolge und den Aufgabenmix selbst aus.
  • Lernbuffet: Im Kern ist es eine Lerntheke mit kindgerechtem, motivierendem Wording, welches das Auswählen „wie am Buffet“ beschreibt.
  • Lernstraße: Es gibt einen klaren Lernweg. Die Aufgaben werden nacheinander bearbeitet und bauen häufig, oft mit „Checkpoints“, systematisch aufeinander auf.

1) Lerntheke: Aufgaben mit Wahlmöglichkeiten

Eine Lerntheke funktioniert wie eine gut organisierte Auslage: Es gibt Pflicht- und Wahlaufgaben in unterschiedlichen Niveaustufen. Die Kinder entscheiden, was sie bearbeiten und oft auch in welcher Reihenfolge.

Typisch für die Lerntheke

  • Mischung aus Pflicht- und Wahlaufgaben
  • häufig freie Reihenfolge
  • besonders sinnvoll zum Üben, Wiederholen, Vertiefen und Differenzieren
Bild (11) mit Hinweis

Wann passt die Lerntheke besonders gut?

  • wenn Leistungsstände deutlich auseinandergehen
  • wenn Sie die Motivation über Wahlmöglichkeiten stärken möchten
  • für wochenplanähnliche Phasen, Lernzeiten, Freiarbeit oder Vertiefungsstunden

Vorteile der Lerntheke

  • Differenzierung ohne Mehraufwand: Die Aufgaben sind in die Niveaus Basis/Standard/Plus (⭐/⭐⭐/⭐⭐⭐) gestaffelt und ermöglichen damit individuelles Lernen.
  • Mehr Motivation: Wahlaufgaben erhöhen die Lernbereitschaft und stärken die Eigenverantwortung.
  • Ruhigere Arbeitsphasen: Klare Regeln, eine sichtbare Ordnung und Selbstkontrolle reduzieren Unterbrechungen.
  • Soziales Lernen: Feedback von dem Lernpartner und kooperative Aufgaben fördern die gegenseitige Unterstützung.
  • Entlastung für Lehrkräfte: Sie gewinnen Zeit für gezielte Förderung der Kinder anstelle von langen Erklärungen.

So setzen Sie die Lerntheke im Unterricht sinnvoll um

Damit die Lerntheke im Unterricht ruhig und zielführend verläuft, lohnt es sich eine klare Struktur einzuführen:

  1. Lernziel & Regeln kurz klären (Arbeitslautstärke, Hilfe-Signal, Zeitrahmen).
  2. Aufgaben sichtbar ordnen (z. B. verschiedene Farben nach Niveau: Basis/Standard/Plus).
  3. Laufzettel/Checkliste nutzen (Kinder haken ab, was erledigt wurde).
  4. Selbstkontrolle ermöglichen (Lösungskarten, Kontrollstation, Partnercheck).
  5. Reflexion am Ende (Feedback: „Das konnte ich gut / Das übe ich weiter“).

Tipp: In einem offenen Klassenzimmer bewährt sich eine klare Sichtstruktur besonders: Die Niveaus Pflicht/Wahl/Plus deutlich markieren, Materialplätze festlegen und ein einfaches Hilfe-Signal wie z. B. eine Verhaltensampel für visuelles Feedback oder Organisationskarten für Signale und Absprachen nutzen.

2) Lernbuffet: im Kern eine Lerntheke

Das Lernbuffet stellt kein eigenes neues Konzept dar, sondern ist eine Lerntheke mit bewusst positivem Bild: Die Kinder „nehmen sich“ Aufgaben wie an einem Buffet.

Merksatz: Lernbuffet = Lerntheke (mit Buffet-Metapher).

Praktisch ist das vor allem, wenn Sie mit Symbolen arbeiten möchten wie z. B. „Nehmen Sie 1 Pflichtgang und 2 Wahlgänge“.

3) Lernstraße: ein fester Lernweg in Schritten

Die Lernstraße ist ebenfalls eine effektive Lernmethode. Sie führt die Kinder durch einen klar vorgegebenen Ablauf. Diese Aufgaben bauen aufeinander auf und werden meist in einer festen Reihenfolge bearbeitet.

Typisch für die Lernstraße

  • Schritte 1, 2, 3 wie eine Route
  • häufig Checkpoints („Wenn das sitzt, weiter.“)
  • sehr geeignet für Aufbauwissen, neue Verfahren, Strategien und Grundkompetenzen

Wann passt die Lernstraße besonders gut?

  • beim Einführen neuer Rechenverfahren oder Strategien
  • wenn Mindeststandards sicher erreicht werden sollen
  • bei Themen mit klaren Kompetenzstufen (Basis/Standard/Plus)

So führen Sie eine Lernstraße im Unterricht erfolgreich durch

  1. Ablauf transparent machen (Reihenfolge der Stationen, Zeit, Material, Hilfsweg).
  2. Checkpoints definieren (kurze Kontrolle, bevor es weitergeht).
  3. Hilfen staffeln (Merkkarte/Beispiel/Tippkarte/Lehrkraft).
  4. Ergebnisse sichern (kurzer Abschluss: 1–2 Transferaufgaben oder Mini-Test).
  5. Feedback einbauen (Selbsteinschätzung + kurzer Blick auf typische Fehler).

Hinweis: Unsere Checkliste zur Planung von Lerntheke und Lernstraße steht Ihnen zum kostenlosen Download bereit.

Unterschiede auf einen Blick

  • Lerntheke/Lernbuffet: Auswahl steht im Mittelpunkt (Individualisierung & Motivation).
  • Lernstraße: Reihenfolge & Aufbau stehen im Mittelpunkt (Sicherheit & Kompetenzaufbau).

Welche Materialien braucht man für eine Lerntheke und Lernstraße?

Damit die Lerntheke und Lernstraße erfolgreich umgesetzt werden können, sind Sichtbarkeit, Ordnung und Selbstkontrolle unerlässlich. Viele Lehrkräfte nutzen in diesem Kontext die Materialien von TimeTEX wie die Einstecktaschen für Stations- und Hinweisblätter, Zeitdauer-Uhren für klare Arbeitsphasen und Ampel-Signale für ein ruhiges Hilfe-System.

Die folgenden Bausteine haben sich besonders bewährt:

A) Organisation & Übersicht (für Lerntheke und Lernstraße)

  • Einstecktaschen / Rahmen-Einstecktaschen: Aufgaben gut sichtbar an der Tafel oder dem Whiteboard präsentieren z. B. Station 1–8, Lösungsbereich, Hinweise.
  • Ablageboxen & Ordnungshelfer: Material pro Station sauber, d.h. farblich und nummeriert, trennen.
  • Laminieren: Stationskarten mit Laminierfolien und Laminiertaschen robust und mehrfach nutzbar machen.

B) Zeit & Arbeitsruhe (für konzentrierte Arbeitsphasen)

  • Zeitvisualisierung (Timer/Zeitdauer-Uhren): Kinder arbeiten deutlich selbstständiger, wenn die Restzeit sichtbar ist.
  • Ampel-Signale (z. B. „Frage“, „Stopp“, „Alles ok“): sorgen für weniger Unterbrechungen, klarere Kommunikation.

C) „Begreifen“ & Selbstkontrolle (besonders für Mathe)

  • Haptisches Material (z. B. Rechenstäbe): Rechenwege werden sichtbar und Fehler leichter erkennbar.
  • Merkkarten/Strategiekarten + kurze Checkpoints: sichern die Methoden nachhaltig ab.
10 %
TimeTEX magnetinių įmaučių A4 (kišenių) su spalvotias rėmeliais rinkinys, 5 vnt.

15,21 €* 16,90 €*
* Pasiūlymas galioja iki 2026 m. kovo 5 d.
* Pasiūlymas galioja iki 2026 m. kovo 5 d.
10 %
TimeTEX Šviesoforo spalvų kortelės

7,16 €* 7,95 €*
* Pasiūlymas galioja iki 2026 m. kovo 5 d.
* Pasiūlymas galioja iki 2026 m. kovo 5 d.

Beispiele für 3. und 4. Klasse Deutsch und Mathe in der Grundschule

Beispiel A: Lesen im Deutschunterricht (Klasse 3/4)

Lerntheke/Lernbuffet: „Lesen & Verstehen“

Pflicht (alle):

  • Kurzen Text lesen + 5 W-Fragen beantworten
  • 5 schwierige Wörter markieren und erklären
  • Zusammenfassung in 3 Sätzen

Wahl (2 auswählen):

  • Comic/Skizze zum Text
  • passende Überschrift finden (3 Vorschläge)
  • Textstellen markieren („Ort“, „Zeit“, „Gefühle“)

Plus (optional):

  • eigene Frage zum Text schreiben und beantworten

Lernstraße: „Lesestrategie Schritt für Schritt“

  1. Überschrift/Bilder ansehen, Vermutung notieren
  2. Fragen an den Text formulieren
  3. Text lesen, Antworten finden
  4. Schlüsselwörter markieren
  5. Checkpoint: Mini-Quiz (3 Fragen)
Lerntheke-mit-Hinweis

Beispiel B: Mathe (4. Klasse)

Lerntheke Mathematik: „Brüche verstehen & vergleichen“

Pflicht:

  • Brüche am Bild färben (½, ¼, ¾)
  • Brüche am Zahlenstrahl eintragen
  • Vergleichen: > < = (mit Begründung)

Wahl (2):

  • Memory „Bild ↔ Bruch“
  • Fehlersuche („Welche Vergleiche stimmen nicht?“)
  • eigene Bruchaufgabe erfinden

Lernstraße: „Schriftliche Multiplikation festigen“

  1. Schema verstehen (Merkkarte + Beispiel)
  2. 4 Aufgaben mit Hilfsgitter
  3. 6 Aufgaben ohne Hilfsgitter
  4. Sachaufgabe + Rechenweg erklären
  5. Checkpoint: 2 Aufgaben + 1 Überschlagfrage

FAQ (für schnelle Orientierung)

Ist Lerntheke dasselbe wie Stationenlernen?

Nicht ganz: Stationenlernen ist ein Oberbegriff. Eine Lerntheke ist eine typische offene Stationenform, meistens mit mehr Wahlfreiheit.

Wann ist Lernstraße besser als Lerntheke?

Wenn Sie neue Verfahren oder Strategien wie z.B. die schriftliche Multiplikation oder neue Lesestrategien schrittweise sicher aufbauen möchten.

Wie verhindere ich „Abschreiben“ bei der Selbstkontrolle?

Arbeiten Sie mit Checkpoint-Fragen, Tippkarten in Stufen und kurzen Reflexionsaufgaben („Erklären Sie den Rechenweg in 1–2 Sätzen“).

Eignet sich die Lerntheke für das offene Klassenzimmer?

Ja! Gerade im offenen Klassenzimmer sorgt die Lerntheke für Struktur: Durch Pflicht- und Wahlaufgaben, klare Materialplätze und Selbstkontrolle können Kinder selbstständig arbeiten, während Sie als Lehrkraft gezielt unterstützen.

Fazit

Ob Lerntheke, Lernbuffet oder Lernstraße: Entscheidend ist, dass die Methode zu Ihrem Lernziel passt. Wollen Sie üben, festigen und differenzieren, sind Lerntheke/Lernbuffet ideal. Geht es um einen sicheren Kompetenzaufbau mit klaren Zwischenschritten, ist die Lernstraße besonders sinnvoll. Mit guter Sichtbarkeit, Ordnung und Selbstkontrolle schaffen Sie eine Lernumgebung, in der Kinder selbstständig arbeiten, sodass Sie mehr Zeit für die gezielte Unterstützung gewinnen.

Aktuelle Beiträge

Eckenrechnen in der Grundschule

Eckenrechnen in der Grundschule

Mit Eckenrechnen in der Grundschule spielerisch rechnen lernen.
Lerntheke, Lernbuffet und Lernstraße

Lerntheke, Lernbuffet und Lernstraße

Wann passt die Lerntheke/ Lernbuffet und wann die Lernstraße? Inklusive Checklisten zum Download.
Kennenlernspiele in der Grundschule

Kennenlernspiele in der Grundschule

Entdecken Sie lustige Kennenlernspiele, die das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse stärken.
tt Startseite 1200x800px - Winterschlussverkauf

Žiemos išpardavimas

Sutaupykite 10%

Startseite Slider 1150x357px - Winterschlussverkauf-1

Žiemos išpardavimas TimeTEX

Karštos kainos kovai su žiemos šalčiais

Atrinkti produktai žiemos išpardavime

Dabar sutaupykite 10%

Startseite Slider quadratisch 357x357px - Taschenaktion

Kuprinės mokytojams

Peržiūrėti dabar